Wie wäscht man Lederhandschuhe?
von Sabine Skibowski 02. Sep, 2010
Lederhandschuhe sind nicht nur im Winter ein modisches Accessoire für Frauen und Männer. Auch Motorradfahrer tragen sie – egal bei welchem Wetter. Doch wie kann man Lederhandschuhe am besten reinigen? Kann man sie sogar waschen? Und wenn ja, wie geht es richtig?
Echtes Leder verträgt sich nicht mit Wasser. Denn das Leder bricht und trocknet schnell aus. Darum sollten Sie Lederhandschuhe nie auf eine warme Heizung legen – das begünstigt die Austrocknung. Lassen Sie die Handschuhe darum lieber an der Luft trocknen. Wenn die Handschuhe doch einmal eintrocknen, bringt Rizinusöl die Handschuhe wieder zum glänzen.
Echtes Leder möglichst nicht waschen
Grundsätzlich gilt: Sie sollten Leder so selten wie möglich waschen. Wildlederhandschuhe werden von Verschmutzungen mit einer weiche Textilbürste befreit. Sie können Lederhandschuhe reinigen – vorausgesetzt sie sind aus glattem Leder – indem Sie einen feuchten Schwamm verwenden (Achtung: feucht, nicht nass).
Wenn das Waschen des Leders unausweichlich ist, müssen Sie unbedingt darauf achten, kein Vollwaschmittel zu verwenden. Das entfettet das Leder. Auch in der Waschmaschine dürfen sich keine Reste des Waschmittels befinden. Darum sollten Sie zum Waschen der Lederhandschuhe eine neutrale Seife verwenden. Es gibt auch spezielle Lederwaschmittel, die rückfetten. Weichspüler ist tabu. Wählen Sie als Wassertemperatur maximal 30 Grad. Noch besser zum Leder waschen ist eine Handwäsche in kaltem Wasser.
Zum Trocknen dürfen die Handschuhe auf keinen Fall auf die Heizung, in die pralle Sonne oder auf andere Wärmequellen gelegt werden. Am besten ist Zimmertemperatur. Das dauert zwar länger, garantiert aber einen schönen Lederhandschuh. Experten für Lederpflege empfehlen, die Handschuhe nach dem Waschen durchzukneten und dies auch während des Trocknens zu tun.
Problematisch ist die feuchte Handschuhpflege bei farbigen Handschuhen. Bei schwarzen Handschuhen gibt es keine Probleme, aber braunes Leder kann nach dem Waschen Ränder und Flecken bekommen. Das passiert, wenn das Leder nicht richtig trocknet.
Erste Hilfe bei trockenen Lederhandschuhen
Wenn das Leder doch eingetrocknet ist, gibt es Erste-Hilfe-Maßnahmen: Wasserdampf hilft, das Leder wieder geschmeidig zu bekommen. Das dauert eine Weile, bis sich das Leder mit dem Wasserdampf vollgesogen hat, aber das Leder ist anschließend wieder weich. Damit die Lederhandschuhe schön bleiben, sollten sie mit Lederfett eingerieben werden. Das geht jedoch nur bei Glattleder, nicht bei Wildleder.
Trotzdem gilt: Leder so selten wie möglich waschen. Wenn Sie nicht selber waschen wollen (wie oben beschrieben), muss eine Textilreinigung helfen. Die haben die richtigen Waschzusätze und kennen sich mit der Pflege von Leder aus. Das kostet zwar mehr, aber die Lederhandschuhe bleiben lange schön.
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