Wie pflege ich eine Lederjacke?

21. Jul, 2010

Wie pflege ich eine Lederjacke?

Mit der richtigen Pflege bleibt die Lederjacke geschmeidig

Lederbekleidung wird schon seit Ewigkeiten von den Menschen getragen. Dabei diente sie in früheren Zeiten aufgrund ihrer Robustheit vornehmlich als Schutzkleidung. Heutzutage ist Lederkleidung praktisch nur noch eines: Mode. Besonders beliebt sind Lederjacken, die es in allen Variationen gibt. Doch eine Lederjacke benötigt Pflege.

Denn obwohl das Material – wie schon erwähnt – robust ist, bleibt Ihre Lederjacke nicht von alleine in Form und kann schnell unansehnlich werden. Und Ihre Lederjacke soll schließlich nicht nach abgenutzter Arbeitsjacke aussehen. Zumindest die Damen werden diese Ansicht teilen, bei Herren dürfte der „Used-Look“ akzeptabel sein.

Leder mag nicht viel Wasser

Der erste Schritt zu einer nachhaltigen Pflege ist das Imprägnieren. Schließlich ist die richtige Antwort auf die Frage „Wie wäscht man eine Lederjacke?“ ohne Missverständnisse: „Gar nicht!“ Wasser und Leder gehen nicht Hand in Hand und deshalb ist es wichtig, das Material davor zu schützen, feucht zu werden. Ohne eine vernünftige Imprägnierung saugt sich das Leder mit Wasser voll und wird beim Trocknen hart und ungeschmeidig. Sprühen Sie also vor dem ersten Tragen die Lederjacke mit einem Imprägnierspray (in Kaufhäusern oder Schuhläden erhältlich) gründlich ein.

Wird die imprägnierte Lederjacke nass, gibt es etwas Wichtiges zu beachten: Hängen Sie die Lederjacke auf keinen Fall zum Trocknen über einer Heizquelle auf. Das Leder wird sonst brüchig und hart. Hängen Sie die Lederjacke so auf, dass sie atmen kann. Haben Sie eine Garderobe, die von der Sonne beschienen wird, ist dies auch nicht der ideale Platz für die Jacke. Zu leicht kann das Leder ausbleichen und dann kann Ihnen in der Regel auch kein Fachmann mehr weiter helfen.

Verhärtetes Leder geschmeidig machen

Ihre Lederjacke beginnt mit der Zeit recht abgenutzt auszusehen. Zudem wird Sie oft noch hart und trocken. Dies ist unabdingbar, allerdings kann dem Abhilfe geschaffen werden, so dass Ihre Lederjacke wieder so geschmeidig wie nach dem Kauf wird. In Kaufhäusern finden Sie zwar spezielle Lederpflegen, diese sind oft unnötig teuer und riechen zumeist unangenehm. Günstiger und für die Nase angenehmer ist da die gute alte Nivea Creme oder Melkfett. Einfach auf ein weiches Tuch auftragen und die Lederjacke mit der Creme einreiben. Das Leder wird wieder glatt, geschmeidig und riecht auch noch gut.

Ist Ihre Lederjacke zudem noch verschmutzt, empfiehlt sich eine Vorreinigung. Bei glattem Leder kann dies mit einem feuchten Schwamm passieren, da die Jacke das Wasser nicht aufsaugt. Bei offenporigem Leder können Sie Pech haben und das Wasser zieht trotz Imprägnierung ein. Versuchen Sie es bei dieser Lederart lieber mit einem Radiergummi bei kleinen Flecken. Größere Verschmutzungen entfernen Sie mit einer Bürste.
Abzuraten ist von der Methode, der Lederjacke mit Schuhcreme neuen Glanz zu verleihen. Die Schuhcreme zieht nämlich nicht richtig in das Leder ein und färbt aus. Wenn Sie sich dann an hellen Stühlen oder Autositzen anlehnen, wird Ihnen der Besitzer danken.

Bild: © PantherMedia/Steven Van Veen

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