Welche natürlichen Mittel helfen bei Schlaflosigkeit?

von Diane Buckstegge 16. Jul, 2010

Welche natürlichen Mittel helfen bei Schlaflosigkeit?

Lesen kann beim Einschlafen helfen

Ein Schäfchen, zwei Schäfchen, drei Schäfchen – es gibt nichts Schlimmeres als hellwach im Bett zu liegen. Immer mehr Menschen leiden zeitweise an Schlaflosigkeit. Grund sind meist psychische Belastung, Stress oder Bewegungsmangel. Oftmals bringen schon kleine Veränderungen im Alltag den ersehnten Schlaf.

Ursachen und Formen von Schlaflosigkeit

Es gibt verschiedene Formen von Schlaflosigkeit. Am weitesten verbreitet sind die Einschlafstörung und die Durchschlafstörung.
Bei der Einschlafstörung liegen Sie schlaflos im Bett und tun über Stunden kein Auge zu. Am nächsten Tag übermannt Sie in der Regel die Müdigkeit. Doch geht es ans Schlafen, sind Sie hellwach.
Ganz anders ist es bei der Durchschlafstörung. Hier haben Sie mit dem Einschlafen keine Probleme, Sie schlafen jedoch unruhig und wachen ohne ersichtlichen Grund mehrmals auf. Eine Schlafstörung an der viele ältere Menschen leiden ist das vorzeitige Erwachen. Zu früh und müde wachen Sie auf, schlafen aber nicht wieder ein.
Die Ursachen für Schlaflosigkeit sind unterschiedlich. In den meisten Fällen sind Stress, psychische Probleme, Bewegungsmangel und das Schlafzimmer die Ursache. Halten Ihre Beschwerden länger als drei Monate an, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Das idealen Rahmenbedingungen für guten Schlaf

Liegen Sie schlaflos im Bett, dann kontrollieren Sie als Erstes Ihr Schlafzimmer. Häufig ist der Grund für schlechten Schlaf eine unbequeme Matratze. Ein zu dickes oder dünnes Kopfkissen sowie eine zu schwere Decke können ebenfalls ein Auslöser sein. Untersuchen Sie neben dem Bett das Klima in Ihrem Zimmer. Optimal sind 18 Grad. In manchen Fällen unterstützt frische Luft den Schlaf. Achten Sie darauf, dass das Zimmer ausreichend dunkel ist.

Mit Entspannungstechniken und Ritualen durchschlafen

Schlafen Sie schlecht ein, dann haben sich feste Rituale bewährt, die Sie vor dem Zubettgehen durchführen können. Da ist zum Beispiel Yoga, ein Glas heiße Milch mit Honig, das Lesen von einem Buchkapitel oder das Hören von Musik. Verzichten Sie auf zu langes Fernsehen oder Arbeiten am Computer, das regt zu sehr an und fördert die Schlaflosigkeit.
Entspannung ist bei vielen Menschen der Schlüssel für festen Schlaf. Ein heißes Bad mit Lavendel oder Melisse ist gut für Körper und Seele. Atemübungen beruhigen den Geist und nehmen den Stress. Auch regelmäßiger Sport kann Schlaflosigkeit vertreiben. Zum einen baut der Körper Stress ab, zum anderen ermüdet er.

Kräuter, Tees und Homöopathie gegen Schlaflosigkeit

Es gibt Kräuter, die Ihnen helfen zu entspannen. Bekannt für ihre beruhigende Kraft sind Baldrian oder Johanniskraut. Melisse oder Passionsblumenkraut werden ebenfalls bei Schlafproblemen eingesetzt. Lecker und schlaffördernd zugleich sind spezielle Teesorten mit diesen Kräutern, die Sie in Reformhäusern, Drogerien und Apotheken finden. Neben Kräutern setzen Ärzte zunehmend Akupunktur bei Schlaflosigkeit ein. Hilfreich sind auch homöopathische Mittel wie Ignatium D6-D12 oder Phosphorus D6-D12, die Sie in der Apotheke bekommen.

Die richtige Ernährung für eine ungestörte Nachtruhe

Dass Kaffee am Abend den Schlaf stört, wissen Sie. Doch haben Sie gewusst, dass Koffein auch in schwarzem oder grünem Tee enthalten ist? Auf diese Tees sollten Sie also vorm Zubettgehen verzichten. Alkohol ist ebenfalls bei vielen Menschen ein echter Schlafkiller. Setzen Sie zudem abends beim Essen auf leichte Mahlzeiten. Fettes Essen verdaut Ihr Körper nur schwer und stört den Schlaf.

Bild: © PantherMedia/Kay von Aspern

Tags: , , , ,