Stillkissen im Test: Welche Füllung ist Testsieger?

von Birgit Heisters 30. Jul, 2010

Stillkissen im Test: Welche Füllung ist Testsieger?

Auch der Nachwuchs fühlt sich auf einem Stillkissen sichtbar wohl

Stillkissen sind zwar groß und nehmen viel Platz weg, sind aber bei Mutter und Baby sehr beliebt. Die Mutter hat eine angenehme und entspannte Haltung beim Stillen. Das Stillkissen entlastet die Arme und den Rücken der stillenden Mutter und auch das Baby fühlt sich wohl und geborgen.

Was ist ein Stillkissen?

Ein Stillkissen gehört zum Bereich Stillzubehör und es ähnelt einem überdimensionalen Nackenkissen. Es hat eine Länge von bis zu zwei Metern und wiegt dementsprechend fast vier Kilogramm. Das Stillkissen ist für stillende Mütter ein praktisches Accessoire. Die Mutter kann es um ihren Bauch und Rücken legen und hat somit eine entspannte und gemütliche Position beim Stillen. Der Rücken wird entlastet und die stillende Mutter kann ihren Arm auf dem Stillkissen ablegen. Dadurch verhindert sie, dass ihr Arm taub wird oder verkrampft.

Welche Kissenfüllungen gibt es?

Für die Stillkissen sind hauptsächlich drei verschiedene Füllungen erhältlich. Die Kissenfüllung eines Stillkissens kann kleine Perlen aus dem Material Polystyrol enthalten. Das diese Perlen sehr leicht sind, wiegt auch das Stillkissen wenig und ist sehr flexibel.
Ein weiteres Material, mit dem ein Stillkissen gefüllt ist, sind Getreideschalen – meistens so genannter Dinkelspelz. Der Vorteil dieser Füllung besteht darin, dass die natürlichen Getreideschalen die Körperwärme gut aufnehmen können und diese nur langsam abgeben. Dies ist auch bei den bekannten Körnerkissen für Bauch und Nacken der Fall. Mit dieser Füllung ist das Stillkissen allerdings schwerer als mit den kleinen Polystyrol-Perlen. Es kann jedoch besser in Form gebracht werden und es behält diese Form auch dauerhaft bei. Weiterhin passt sich dieses Kissen der Körperform optimal an.
Stillkissen sind aber auch mit kleinen Wollkügelchen gefüllt. Diese machen das Kissen wieder deutlich leichter. Wolle oder Vlies hat aber den Nachteil, dass sie nur schwer oder langsam trocknet, wenn sie feucht oder nass wird. Weiterhin ist das Stillkissen nicht mehr so flexibel, wenn die Wollkügelchen sehr fest gestopft sind.

Welche Füllung ist die beste?

Laut Stiftung Warentest erzielen alle Füllungen erfreuliche Testergebnisse. Die Stillkissen mit den Kügelchen aus Polystyrol können in Einzelfällen allerdings gefährlich sein. Das Basismaterial für Polystyrol ist Styrol. Dieser Stoff ist krebserregend und seine giftigen Gase entströmen langsam. Aus diesem Grund gibt es für diese Stillkissen spezielle Zertifikate und Siegel. Diese garantieren ein ungiftiges und schadstofffreies Kissen.

Eine umfassende und kompetente Beratung eines Fachhändlers ist vor dem Kauf eines Stillkissens unbedingt erforderlich. Der Fachhändler – oder auch die Hebamme – wird mit Sicherheit das richtige Stillkissen finden, was den persönlichen Anforderungen und Bedürfnissen der werdenden Mutter entspricht. Auch das Probeliegen oder -sitzen erleichtert hierbei die Kaufentscheidung. Das praktische Stillkissen ist für jede Mutter empfehlenswert, da es das Stillen angenehmer und gemütlicher macht. Auch für den Nachwuchs ist dieses Kissen ein bequemer und komfortabler Schlaf- und Sitzplatz.

Bild: © PantherMedia/Günther Vigl

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