Korselett: Peinlich oder hip?

von Sabine Skibowski 25. Jun, 2010

Korselett: Peinlich oder hip?

Korseletts - egal ob Korsett, Mieder, Hüfthalter oder Body - sind noch immer tragbar.

Das Korselett verhalf schon den Frauen im Barock zu mehr Weiblichkeit an den richtigen Stellen. Heute haben Korsett, Mieder, Hüfthalter und Body ihr verstaubtes Image längst abgelegt. Hilfe erhielten sie von Burlesque-Tänzerin Dita von Teese. Sie zeigt, dass ein Korselett nicht nur ein sexy Modeaccessoire ist.

Kaum ein anderes Kleidungsstück erhielt so viel Aufmerksamkeit wie das Korsett. Marilyn Monroe war es, die mit ihren Rundungen an Hüfte und Busen sowie der schmalen Taille dem Korsett ein neues Image einbrachte. Auch Body, Hüfthalter oder Mieder sind aus der heutigen Mode nicht mehr wegzudenken. Das Korselett gehört längst nicht mehr in Omas Kleiderschrank, sondern in das Repertoire jeder aufgeschlossenen Frau mit tollen Rundungen.

Korselett fasst alle Wäschestücke zusammen

Egal ob Korsett, Mieder, Hüfthalter oder Body: Der Begriff Korselett umfasst sie alle. Der Begriff stammt aus dem Französischen. Korsett, Mieder, Hüfthalter und Body haben auf den ersten Blick ein angestaubtes Image. Ihre Renaissance feierten sie nicht zuletzt durch Burlesque-Tänzerin Dita von Teese. Sie machte die Stücke wieder salonfähig und zeigt, dass das Korselett mehr als ein Accessoire ist. Es definiert die hohe Kunst der Weiblichkeit, gespickt mit Eleganz und Hochwertigkeit. Von wegen altmodisch. Das Korselett ist heute ein erotisches Kleidungsstück, das Männer um den Verstand bringt. Und genau dieser Gedanke ist es, mit dem nicht nur Dita von Teese kokettiert.

Zugegeben, der Begriff Korselett ist veraltet. Der moderne Sprachgebrauch meint damit das Korsett oder die Korsage. Hergestellt wird ein Korsett aus Satin, Brokat oder Baumwolle. Der Schnitt variiert über die Jahrhunderte. Gleichbleibend ist aber bis heute, dass das Korsett den Rumpf von der Hüfte bis zum Busen umschließt. Damit der Stoff keine Falten wirft, sind biegsame Verstärkungen eingearbeitet. Was das Korsett von anderen Wäschestücken wie dem Body unterscheidet, sind die typischen Schnürungen am Rücken. Damit die Trägerin des Korsetts nicht immer die Schnürung lösen muss, wird der Stoff vorn mit kleinen Haken zusammen gehalten. Das erleichtert das Ausziehen.

Die Korselett-Mode hielt über die Jahrhunderte

Schon im Barock verhalf das Korselett den Damen der Gesellschaft zur perfekten Figur, zu einer Zeit, als die Wespentaille gerade en vogue war. Die Mode der Mieder, Korsetts und Korsagen hielt über die Jahrhunderte an. Selbst die Pin-up-Girls der Fünfziger trugen noch Korsetts und Korsagen. Darunter lugte nicht selten der Hüfthalter hervor, der die Nylons festhielt.

Natürlich ist das Korselett nicht nur Bestandteil eines Striptease. Es trägt sich in jeder Lebenslage perfekt. Ein Korsett wird beispielsweise noch immer in Brautkleider eingearbeitet. Prädestiniert sind auch elegante Abendkleider. Ebenso modisch wirkt die Kombination mit einem engen Bleistiftrock. Komplettiert wird das Outfit mit einem figurbetonenden Blazer – fertig ist das Business-Outfit. Ein Mieder muss nicht bieder sein. Die Hosen schummeln leicht zwei Kilos weg. Eine schlanke Silhouette zaubert das Mieder auch als Hotpants.

Das Korselett macht jede Bewegung mit – auch auf Absätzen

Korseletts wie der Body, der Hüfthalter oder das Mieder machen jede Bewegung mit. Einzig das Korsett schränkt die Bewegungsfreiheit ein. Die feste Schnürung und die Verstärkungen machen ein Beugen selten mit. Diese Festigkeit ist wiederum ein Pluspunkt des Korsetts: Bei langem Sitzen stützt das Korsett den Rücken und hält ihn aufrecht. Ambitionierte Korselett-Trägerinnen tragen zu ihrem geschnürten Mieder häufig Schuhe mit hohen Absätzen. Diese Tatsache, gepaart mit einem eleganten Korsett oder einem hautengen Mieder, verleiht jeder Frau einen anmutigen sexy Gang – wie bei Dita von Teese.

Bild: © PantherMedia/Manuel Tennert

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