In welchen Lebensmitteln stecken die meisten Antioxidantien?

von Diane Buckstegge 01. Aug, 2010

In welchen Lebensmitteln stecken die meisten Antioxidantien?

Gemüse enthält reichlich Antioxidantien

In Rotwein stecken sie, genauso wie in Schokolade oder in Obst und Gemüse. Antioxidantien sind in aller Munde, wenn es um gesunde Ernährung und Krebsvorsorge geht. Doch was verbirgt sich hinter dem Begriff und welche Lebensmittel enthalten besonders viele Antioxidantien?

Was sind Antioxidantien?

Antioxidantien sind in Lebensmitteln vorkommende natürliche Inhaltsstoffe, die einen positiven Effekt auf unseren Körper ausüben können. Zu den Antioxidantien gehören unter anderem Vitamin C, Vitamin E und die Mineralstoffe Zink und Selen. Einige sekundäre Pflanzenstoffe wie Sulfide oder Polyphenole gehören ebenfalls dazu.
Die große Gruppe der Antioxidantien ist vielschichtig, alle Stoffe haben aber eines gemeinsam: Sie helfen unserem Körper. Tagtäglich spielt sich dort ein Vorgang ab, der sich Oxidation nennt. Die Oxidation wird durch Autoabgase, Stress, Zigarettenrauch oder Sonnenstrahlen ausgelöst. Es entstehen Freie Radikale. Freie Radikale sind reaktionsfreudige Sauerstoffverbindungen. Unser Körper fängt sie bis zu einem gewissen Maß auf. Haben wir zu viele Freie Radikale im Körper, können sie unsere Körperzellen schädigen. Im schlimmsten Fall ist Krebs die Folge. An diesem Punkt schreiten die Antioxidantien zur Tat. Sie sind Oxidationshemmer und wirken der Oxidation entgegen. Das heißt, sie verhindern die Entstehung von Freien Radikalen beziehungsweise machen sie unschädlich.

Welche Lebensmittel enthalten besonders viele Antioxidantien?

Auch wenn uns das gefallen würde: Rotwein, Schokolade oder Kaffee enthalten zwar Antioxidantien, sie gehören jedoch nicht zu den Lebensmitteln mit dem größten Anteil. Zu den wichtigsten Antioxidantien gehört Vitamin C. Vitamin C finden Sie in Zitrusfrüchten, Kiwis oder Orangen. Der Antioxidantien-Star unter den Früchten ist die schwarze Johannisbeere. Gemüse wie Paprika oder Kohlrabi enthält ebenfalls einiges an Vitamin C.
Ein weiterer Oxidationshemmer ist Beta Carotin. Es steckt in allen rot-orangenen Lebensmitteln wie Möhren, Kürbissen, Tomaten oder Aprikosen. Einige grüne Lebensmittel wie Brokkoli und Grünkohl enthalten ebenfalls Beta Carotin.
Fette haben einen schlechten Ruf. Wenn es um pflanzliche Öle geht, ist er unbegründet. In diesen steckt Vitamin E, ein weiteres Antioxidans. Selen gehört zu den Mineralstoffen. Es wird aus tierischen Lebensmitteln besser aufgenommen als aus pflanzlichen. Die wichtigsten Quellen sind Fleisch und Fisch. Ihren Bedarf an Zink decken Sie ebenfalls primär aus tierischen Lebensmitteln wie Fleisch, Milch und Milchprodukten. Phytoöstrogene gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen. Sie kommen in Getreide und Hülsenfrüchten wie Linsen oder Erbsen vor.
Mögen Sie Knoblauch? Gut, durch Zwiebeln, Knoblauch und Schnittlauch geben Sie Ihrem Körper die Antioxidantien aus der Sulfidgruppe.

Sie sehen, mit einer ausgewogenen Ernährung aus Obst, Gemüse, Milchprodukten, Fleisch und Fisch versorgen Sie Ihren Körper ausreichend mit Antioxidantien.

Wie sinnvoll ist die Einnahme von Antioxidantien in Pillenform?

Im Supermarkt finden Sie Lebensmittel mit zugefügten Antioxidantien, in der Apotheke bekommen Sie die entsprechenden Pillen. Da Sie mit einer ausgewogenen Ernährung Ihren Bedarf ausreichend decken, sind solche Mittelchen nicht notwendig. Es ist zudem auch gesünder, den Bedarf über frische Lebensmittel zu decken. In diesen sind weitere Stoffe enthalten, die Ihr Körper benötigt. In ihrer natürlichen Form wirken Antioxidantien am besten.
Studien haben zudem gezeigt, dass Raucher durch ein zu viel an Beta Carotin ein erhöhtes Krebsrisiko haben.

Bild: © PantherMedia/Josef Müllek

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