Globuli für Kinder: Welche Mittel gehören in die Hausapotheke?

von Dorothea Kohn 23. Jun, 2010

Globuli für Kinder: Welche Mittel gehören in die Hausapotheke?

Globuli schmecken leicht süß und werden von Babys und Kindern gerne angenommen

In der Homöopathie gibt es eine Vielzahl verschiedener Mittel in drei verschiedenen Darreichungsformen: Tropfen, Tabletten und Globuli. Wir möchten Ihnen hier jedoch nur diejenigen Mittel vorstellen, die Sie in einem Haushalt mit Kindern immer vorrätig haben sollten. Da die Mittel auch angebrochen lange haltbar sind, können Sie sich gut einen kleinen Vorrat anlegen.

Bei vielen „Alltagswehwehchen“ von kleinen und großen Kindern haben sich Globuli am besten bewährt. Die kleinen weißen Globuli schmecken leicht süß, da sie auf Zuckerbasis hergestellt sind. Die Kombination aus Buchstaben und Ziffer hinter dem Namen des Mittels gibt jeweils seine Potenz, das heißt, seinen Verdünnungsgrad an.

Globuli helfen Babys beim Zahnen

Schon Babys sprechen bei Beschwerden gut auf Globuli aus der homöopathischen Hausapotheke an. Ist das Baby noch sehr klein, lösen Sie die Globuli auf einem Plastiklöffel mit etwas warmem Wasser auf. Chamomilla D6 (Kamille) lindert Ohrenschmerzen und Zahnungsbeschwerden sowie Bauchkrämpfe mit Durchfällen. Auch Calcium carbonicum D12 (Austernschale) verspricht Hilfe beim Zahnen, aber auch bei einer Bindehaut- und Mittelohrentzündung. Ebenso bewährt bei geröteten Äuglein, die tränen und scheinbar brennen, weil das Baby versucht daran zu reiben, ist Euphrasia D6 (Augentrost). Calendula D3 (Ringelblume) hilft bei Wunden, auch beim wunden Po und Verbrennungen. Hier können Sie die Haut noch äußerlich mit einer Calendula Salbe unterstützen.

Bei Insektenstichen und Hautausschlägen, die mit Schwellungen einhergehen sowie Halsschmerzen können Sie Apis D6 (Honigbiene) einsetzen.

Blaue Flecken oder Zahnschmerzen? Arnica hilft

Ein Mittel, das Sie in einem Haushalt mit Kindern immer brauchen, ist Arnica D4 (Bergwohlverleih). Es ist das Mittel der Wahl bei Prellungen, Verstauchungen und Wunden, wie sie bei Kindergarten- und Grundschulkindern fast täglich vorkommen. Hier sollten Sie neben den kleinen weißen Kügelchen auch Tropfen vorrätig haben, die Sie allerdings nur äußerlich bei Prellungen und Verstauchungen einsetzen. Selbst bei Zahnschmerzen hilft Arnica. Beim geplanten Gang zum Zahnarzt können Sie Arnica Globuli auch schon im Voraus geben – das klappt auch bei Erwachsenen!

Aconitum D4 (Eisenhut) und Belladonna D6 (Tollkirsche) helfen bei Erkältung sowie grippalen Infekten und lindern die damit verbundenen Glieder- und Kopfschmerzen. Allium cepa D6 (Küchenzwiebel) können Sie bei Schnupfen, brennenden Augen und Halsschmerzen – die typischen Symptome bei Heuschnupfen - geben.

So dosieren Sie homöopathische Mittel richtig

Die hier erwähnten tiefen Potenzen (D1 bis D6) geben Sie bei akuten Beschwerden in Intervallen zwischen stündlich bis dreimal am Tag. Homöopathische Mittel bewirken manchmal eine Erstverschlimmerung. In diesem Fall setzen Sie so lange aus, bis die Beschwerden wieder das Niveau vor der Behandlung erreicht haben. Bei Besserung vergrößern Sie die Intervalle zwischen den einzelnen Gaben. Wenden Sie die Globuli insgesamt nicht länger als sechs Wochen an.

Säuglinge und Kleinkinder bis zum dritten Lebensjahr erhalten pro Gabe drei Globuli, Kinder über drei Jahre und Jugendliche bekommen fünf Globuli pro Gabe.

Bei der Eigenbehandlung gilt jedoch: Gehen Sie mit Ihrem Kind zum Arzt, wenn es starke Beschwerden wie beispielsweise länger andauernden Durchfall, hohes Fieber oder schlimme Schmerzen hat.

Bild: © PantherMedia/Wolfgang Filser

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