Ameisenstiche – was hilft?

von Diane Buckstegge 04. Aug, 2010

Ameisenstiche - was hilft?

Ameisen sind klein, können aber unangenehm zubeißen und -stechen

Ziemlich klein und ganz schön stark: Ameisen gehören zu den kräftigsten Lebewesen. Sie können das Zehnfache ihres Körpergewichts tragen. Doch Vorsicht: Verärgern Sie sie, dann spüren Sie schnell die Folgen in Form eines Ameisenbisses. Quaddelbildung, starker Juckreiz und Schwellungen sind typische Symptome für Ameisenstiche.

Welche Arten von Ameisen verursachen Ameisenstiche oder -bisse?

Die gute Nachricht vorweg: Die in Deutschland weit verbreitete kleine schwarze Ameise ist harmlos. Sie ist zwar lästig, wenn sie eine Straße in Ihrer Küche baut, aber sie beißt und sticht nicht. Gehen Sie öfter im Wald spazieren, kennen Sie die rote Waldameise. Sie ist größer als die bekannte schwarze Ameise und mit Vorsicht zu genießen. Stochern Sie nicht mit einem Stock im Ameisenbau herum, Sie laufen sonst Gefahr, die Ameisen zu verärgern. Wie alle Angehörigen der Unterfamilie Formicinae kann die Waldameise beißen. Der Biss ist nicht das Schlimmste. Nach dem Biss spritzen sie mit ihrem Hinterleib Ameisengift in die Wunde.
Ebenfalls weit verbreitet sind die hellbraunen Knotenameisen. Im Gegensatz zu den Waldameisen haben sie einen richtigen Giftstachel und verursachen Ameisenstiche.

Die Symptome von Ameisenstichen und -bissen

Ein Ameisenbiss schmerzt im ersten Moment nicht. In der Regel bekommen Sie starken Juckreiz, und es kommt zu Quaddelbildung und Schwellungen. Schuld daran ist die Ameisensäure, die die Ameise in die offene Wunde spritzt. Einen Ameisenstich dagegen bemerken Sie sofort. Wie bei einem Bienenstich schmerzt die Stelle und wird dick. In seltenen Fällen können Sie auf Ameisenstiche allergisch reagieren. Erbrechen, Durchfall und Atemnot sind mögliche Anzeichen. Gehen Sie sofort zum Arzt, der Ihnen Antihistamin gibt. Juckreiz und Schwellungen klingen nach ein bis zwei Tagen ab. Schwillt die betroffene Stelle stark an, sollten Sie ebenfalls einen Arzt aufsuchen.

Wie behandeln Sie Ameisenstiche und -bisse?

So schwer es Ihnen fällt, ignorieren Sie den Juckreiz nach einem Ameisenbiss. Kratzen verschlimmert Insektenstiche, da sich das Gift so weiter verbreitet. Waschen Sie die Stelle direkt nach einem Biss mit kaltem Wasser. So spülen Sie die Ameisensäure aus der Wunde. Kalte Umschläge mindern den Juckreiz. Geben Sie ein Päckchen Backpulver in eine Schüssel kaltes Wasser, tauchen ein sauberes Küchenhandtuch hinein und legen es auf die betroffene Stelle. Auch Buttermilch hemmt Juckreiz und Schmerz. Ameisenstiche können Sie ebenso behandeln. In der Apotheke finden Sie zudem entsprechende Mittel gegen Juckreiz und Schwellungen.

So vermeiden Sie Ameisenstiche

Ameisen beißen oder stechen, wenn sie sich bedroht fühlen. Ärgern Sie Ameisen nicht. Spezielle Insektenschutzmittel zum Auftragen auf die Haut schützen Sie vor Stichen bei Übernachtungen im Freien.

Bild: © PantherMedia/Thomas Oser

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